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Damentour in Graubünden

Folgender Bericht erreichte mich von Tina. Lieben Dank dafür im Namen aller neugierigen Daheimgebliebenen 🙂 :

13 radlhungrige Trailriderinnen mittleren Alters machten sich am 13.Juli 2019 auf, um die landschaftlichen und urbanen Zückerlies Graubündens zu erbiken.

Begleitet von unserer hochmotivierten FÜL-in-spe Guidin Marta. Hab Dank für deinen Mut!

Für die Leistungsorientierten: Wir bewältigten in den 5 Tagen gut 6500 Hm bei knapp 170 km, es gab keine nennenswerten Schäden oder Verletzungen, Unterkunft mit Verpflegung war gut  und wir hatten phantastisches Wetter.

Für die Gefühls-Menschen:

Unsere erste Regen-Nacht im guten Hotel in Küblis diente der Zusammenfindung und bei a la carte Verpflegung der Gewöhnung ans schweizer Preisgefüge. Bei einem ersten Briefing wurden ua Regeln und Wünsche für die Durchführung unserer Gemeinschafts-Tour festgelegt.

Frohen Mutes starteten wir am nächsten Morgen in einen tief wolkenverhangenen, aber von oben trockenen, kühlen Tag und strampelten gleich einmal klaglos die ersten 1300Hm auf den Durannapass 2117m mit Grüensee hoch. Nach kurzen Trailfreuden bewunderten wir das schnuckelige Walserdorf Strassberg, um weitere 1000Tm auf asphaltierter Bergstraße zu vernichten. Nach kurzem Gegenanstieg 220m kamen wir in Lizirüti an, wo wir dankbar unsere Bikes entschlammten. Im Wohlfühl-Landgasthof Rütihof, geführt von einem Vollblut-Koch und Hotelier mit Herz und Seele, tankten wir ausgiebigst Kraft für unseren Trip nach Lenzerheide/Valbella am nächsten Tag.

Wir fuhren bei bestem Wetter und locker verteilten Höhen- und Tiefenmetern über Arosa, Ochsenalp, coolem Trail 600Tm nach Tschiertschen, in traumhafter Umgebung wieder auffi zum Churer Joch 2020m um herrlich trailig 500Tm ins Tal zu rollen. Nach 100m Gegenanstieg empfing uns die JH Valbella. Noch vor dem Abendessen öffneten sich alle Schleusen des Himmels.

Wegen schlechtester Wettervorhersage wurden beim allabendlichen Briefing phantasievollste bei-Regen-Radl-Vermeidungs-Strategien entwickelt. Welche am nächsten Tag durch pünktlichst aussetzenden Regen zur Abfahrtszeit zunichte gemacht wurden. Somit konnten wir bei angenehmen Temperaturen und interessantem Nebelschwaden-Gewaber zu unserem Zwischenziel nach Thusis radeln. Ab dort fand jede für sich die geeignete Transportmittel-Kombination für die 1150Hm auf den Glaspass 1846m (5 Damen radelten komplett). Vor den folgenden 550Tm Trail ins Safiental warnte uns der Wirt eindringlichst. Dank unserer von Wilma vielgelobten Fähigkeit zur Trail-Können-Selbsteinschätzung, meisterten wir auch diesen mit Genuß und verletzungsfrei. Der obligatorische Gegenanstieg zur Unterkunft 400Hm zog sich etwas hin. Ein organisiertes Akkord-Duschen (13 Damen in 20min) ließ uns dennoch pünktlich beim Essen erscheinen.

Am nächsten Tag trennten sich unsere Wege. Für 6 Mädls war die Tour zuende und sie radelten auf Talkurs zu ihren Autos. Bei Traumwetter erreichten die anderen 8 überwiegend schiebend in üppig blühender alpiner Umgebung nach 700Hm den Tomülpass 2412m. Auf Wohlfühltrails durften wir 1100Tm in grandioser Landschaft bis Vals abbauen. Auf Asphalt vernichteten wir weitere 450Tm, um nach 300Hm Gegenanstieg in unserem letzten Quartier in Cumbel anzukommen. Dank Utes Organisation verlebten wir einen chilligen Selbstversorger-Abend in gemütlicher Umgebung.

Nach gesundem Frühstück düsten wir 450 Asphalt Tm hinab nach Ilanz an den Rhein. Wir genossen den trailigen Wanderweg entlang der faszinierenden Rheinschlucht bis Versam Bhf. Dank an den Flimser Bergsturz vor 10tsd Jahren! Auf die zahlreichen Wanderer wurde natürlich freundlichst Rücksicht genommen. Weil es so schön war,  verließen wir dort den vorgegebenen Track in gemeinsamer Übereinstimmung und blieben weiter am Fluss. Dies bescherte uns eine kleine Sonderzugabe an landschaftlichem Genuss, GEMEINSCHAFTLICHER Meisterung einer erst angsteinflössenden Brückenüberquerung und reichlich Hm in anstrengender Radl-Tragetechnik. Bevor die gute Stimmung jedoch völlig kippen konnte, erschien uns am höchsten Punkt ein selbstloser schweizer Rentner mit Kuchen und gekühltem MiWa. Somit erreichten wir nach kurzer Radelei ziemlich STOLZ den Bhf Trin, unseren Endpunkt der Tour. Unter ehrlicher Bewunderung eines Tour-kundigen Schaffners, beendeten wir die letzten km bis zu den Autos mit der Rhätischen Bahn.

Hatte ich eigentlich schon erwähnt?

Dass es eine Traum-Trip war, auf dem wir uns wieder ein ganzes Stück näher gekommen sind und Wilma sich auf eine entspannte Tour 2020(?) freuen darf.

Danke Wilma!! Dass wir DEINE wieder extrem schöne Tour fahren durften

Danke Marta!! Für dein TOP-Guiding und deine RIESEN Geduld und Akzeptanz gegenüber doch erheblich anders tickender Damen mittleren Alters

Tina

2 thoughts to “Damentour in Graubünden”

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