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TrailriderInnen auf Super 8

Gut möglich, dass die TrailriderInnen, die gerade vier Tage auf Tour waren, in ihrer frühen Kindheit auf Super 8 Filmen abgelichtet wurden (für die jungen Leute unter uns: Das ist ein Schmalfilm-Format, das in den 60ern eingeführt wurde und schon in den 80er Jahren vom Videoformat abgelöst wurde … digital? Noch lange nicht!). Aber das ist mit dem Titel des Artikels gar nicht gemeint, und unser Alter soll auch nur insofern Thema sein, dass ich unglaublich finde, was wir noch so drauf haben. Nein, der Titel erklärt sich so: Wir waren im Dreiländereck I/CH/AU unterwegs und zwar in Form einer Acht. Die Super 8!
Aus eigener Kraft radelten wir mal eben 6000 hm und 190 km und bezwangen am letzten Tag den Fimberpass, der mit den Worten „sooo schwierig war der jetzt doch gar nicht“ bedacht wurde.
Ja, ja, so weit ist es gekommen: Nicht nur, dass gut die Hälfte der Ladies jetzt Protektoren trägt, nein, sie freuen sich sogar, wenn´s trailig bergab geht. Das Fahrkönnen stieg in den letzten Jahren exponentiell und die individuelle Komfortzone wurde weit ausgedehnt.
Und so kommts, dass dann der Kommentar fiel: „Also vor ein paar Jahren wäre ich hier gar nicht gefahren und jetzt machts sogar Spaß. Das hätte ich ja NIE für möglich gehalten 😊“ Fällt mir doch wieder der Spruch ein, den ich öfter mal zitiere „Es ist nie zu spät, um eine glückliche Kindheit zu haben“.
So gesehen waren 14 glückliche Mädels unterwegs über Passo Costainas, Uinaschlucht, Samnaun, Fimberpass und überquerten dabei ganze 6 Mal eine Staatsgrenze. Wieder mal waren wir mehr als auffällig – wir sind ja auch nicht immer nur stille Genießerinnen, sondern manchmal auch ganz schön am Schnattern oder Jubeln – je nachdem, was gerade so passiert.
Wir erlebten herrliche landschaftliche Highlights, knüppelharte Anstiege, schöne Trails (wie hieß der noch? Cremeschnittchen-Trail?), wir bekamen von einem Wirt Schnaps spendiert, von einer anderen Wirtin einen Aperol-Spritz und in der alternativ angehauchten Unterkunft Pfefferminztee „for free“ (na ja … auch eine nette Idee … Andrea hat´s gefreut …), wir haben wunderbar gegessen, meistens gut geschlafen und auch die Erkälteten unter uns konnten (mit gelegentlicher Marscherleichterung) gut mithalten. Bis 1 Stunde vor Ankunft sind wir ohne Pannen und verletzungsfrei über die Runden gekommen.
Zu guter Letzt ist dann doch noch ein Abrutscher passiert und beim Aufkommen ein Wadenbeinbruch. Oh nein! Schmerz lass nach!! Aber die Verunfallte hat die Zähne zusammengebissen und erreichte einbeinig tretend das Auto: So tapfer!! Der Bruch wird in ein paar Wochen verheilt und vergessen sein. Gute Besserung von uns allen!!
Ich hoffe, das war´s für dieses Jahr an Trailrider-Unfällen. Bleibt gesund.
Eure Wilma

3 Gedanken zu „TrailriderInnen auf Super 8“

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